Chronik der Pfarrei Christkönig Walldorf

Die Anfänge in Haßloch (1699 - 1828 - 1908) Unterm Dach der Schulen (1912 - 1913) Die erste Kirche entsteht (1926 - 1927 - 1936) Sieger und Besiegte beten (1945) Eine Gemeinde wird lebendig (1945 - 1953) Pfarrer Anton Schmitz in Walldorf (1954 - 1960) Neue Kirche für größere Gemeinde (1961) Laien werden stärker einbezogen Neue Pfarrer kommen (1978 - 1980) Chronik der Walldorfer Pfarrer Lebensdaten der Pfarrer der kath. Kirchengemeinde Christkönig, Mörfelden-Walldorf
 

Die Anfänge in Haßloch

1699

Walldorf verdankt sein Entstehen und seinen Namen der Ansiedlung von Waldensern aus dem französischen Piemont. Um die Freiheit ihres Glaubens zu wahren, verließen sie im Jahre 1699 ihre Heimat und erhielten hier Boden zur Ansiedlung.

1828

1828 kam es in Haßloch zur Gründung einer katholischen Pfarrei; man gliederte ihr Bischofsheim, Kelsterbach, Königstädten, Mörfelden, Nauheim, Rüsselsheim Schneppenhausen und Walldorf als Filialorte an. Nach der Zählung im Jahre 1905 gab es in Walldorf 46 und in Mörfelden 39, also zusammen 85 Katholiken; fünf Jahre später werden schon zusammen 203 gezählt.

1908

1908 wurde nach Angabe des Mainzer Diözesanhandbuchs die Seelsorge für die Walldorfer und Mörfelder Katholiken wegen der guten Bahnverbindung an die Pfarrkuratie Groß-Gerau (selbständige Kirchengemeinde seit 1890) übertragen.

Unterm Dach der Schulen

1912

Am 19. Juni 1912 schritt man zur Errichtung einer selbständigen katholischen Gemeinde Walldorf. Ihr wurden die Katholiken von Mörfelden zugeteilt. Am 30. Juni des gleichen Jahres konnte Pfarrer Hillenbrand aus Groß-Gerau den ersten katholischen Gottesdienst in Walldorf halten. Die bürgerliche Gemeinde stellte dafür im Rathaus in der Langstraße ihren Sitzungssaal zur Verfügung - gegen eine Entschädigung von 50 Mark jährlich. Mit seinen 25 m² war er gerade groß genug, ein halbes Hundert Menschen aufzunehmen.
Später wurden die Gottesdienste im Schulsaal (Erdgeschoß, links) des Schulhauses Ludwigstraße, dann in der Neuen Schule Waldstraße gehalten, wo ein heller, geräumiger Saal der Gemeinde ganz allein zur Verfügung stand und dem eigenen religiösen Geschmack entsprechend ausgeschmückt werden konnte.
 

1913

Am 24. April 1920 hieß es wieder umziehen, und zwar aus dem schönen Saal der Neuen Schule zurück in die Alte Schule in der Ludwigstraße. Siebeneinhalb Jahre feierte man dort den Gottesdienst - bis zum Bau einer eigenen Kirche. Zu diesem Zweck erwarb man schon im Frühjahr 1913 das 2529 m² große Grundstück in der Gartenstraße/Ecke Friedhofstraße in Walldorf zum Preis von 80 Pfennig/m².
Sowohl der 1. Weltkrieg als auch die nachfolgende katastrophale Wirtschaftslage und die Inflation ließen viele Jahre einen Kirchbau nicht zu. Schon seit 1912 hatte die Kirchengemeinde fleißig gesammelt, aber ihre Mittel reichten bei weitem nicht aus. 15 000 Spendenbriefe wurden in ganz Deutschland verschickt. Ein eucharistisches Herz-Jesu-Büchlein legte man als Beigabe hinzu, und mit Zahlkarten wurden die Gläubigen zu Spenden aufgefordert.
 

Die erste Kirche entsteht



«Und ist die Gabe noch so klein,
Gott trägt sie in's Register ein.»

Als dann der Bischof von Mainz zum Feste des hl. Bonifazius am 5. Juni 1924 seine
«Beglaubigung und Empfehlung» gab, war der Kirchenbau gesichert.

1926

1926 wurde mit dem Kirchenbau begonnen, nach Plänen des Architekten Moser aus Mainz. Das Altarbild schuf Bildhauer Knobloch, Mainz; es stellte den am Kreuz triumphierenden Christkönig zwischen zwei anbetenden Engeln dar.

1927

Am 16. Oktober 1927 war es soweit: Einweihung der katholischen Kirche in Walldorf durch den Mainzer Bischof Ludwig Maria Hugo auf den Titel Christkönig. Mit 90 Sitzplätzen war sie für die Gemeinde groß genug.
Am 14.06.1931 starb der Erbauer der Kirche, Pfarrer Gröber. Sein Nachfolger, Pfarrer Burkard, leitete bis 1936 die Geschicke der Gemeinde Walldorf ebenfalls von Groß-Gerau aus.
Küsterin und «Mädchen für alles» war 35 Jahre lang Frau Amalie Speckhardt, die von 1936 bis 1970 unermüdlich für die Kirche tätig war. Das Ehepaar Amalie und Wilhelm Speckhardt war das erste Brautpaar, das in der neuen Kirche 1927 getraut wurde.

1936

1936 übernahm Pfarrer Gerhards das Amt des Seelsorgers in Groß-Gerau und damit auch in Walldorf. Er feierte hier sonntags und donnerstags die hl. Messe und erteilte Religionsunterricht in der Kirche. Bis zum Jahr 1939 war die Zahl der Katholiken in Walldorf auf 469 angewachsen bei 4453 Einwohnern; damit stieg der Anteil der Katholiken von 5,8 % im Jahre 1925 auf 10,5 % im Jahre 1939.
Zur Entlastung von Pfarrer Gerhards wurde ab 1.10.1939 der Leiter des Exerzitienhauses in Braunshardt bei Darmstadt, Rektor Richard Fahney, beauftragt, den Sonntagsgottesdienst in Walldorf zu halten. Regelmäßig kam er mit dem Fahrrad nach Walldorf. Nach seiner dreiwöchigen Inhaftierung durch die Gestapo in Darmstadt und nachfolgendem Haus- und später auch Ortsverbot für Braunshardt verlegte er ab 15.10.1941 seinen Wohnsitz in das Caritashaus in Mainz.
 

Sieger und Besiegte beten

1945

Auch von dort fuhr Rektor Fahney an jedem Wochenende mit dem Fahrrad nach Walldorf, übernachtete hier und radelte nach dem Sonntagsgottesdienst wieder nach Mainz zurück. So ging es bis zum Kriegsende in Walldorf am 25. März 1945. Noch am letzten Kriegstag (Palmsonntag) wurde die Südfassade der Kirche durch eine amerikanische Granate beschädigt. Das Osterfest in diesem Jahr konnte dennoch in der Kirche gefeiert werden. Ein amerikanischer Militärgeistlicher zelebrierte den Festgottesdienst, in dem die Walldorfer Katholiken und viele US-Soldaten, Sieger und Besiegte, gemeinsam den Ostersieg Christi feierten.
 

Eine Gemeinde wird lebendig

1945

Nach dem Krieg stieg die Zahl der Katholiken durch die Evakuierten, besonders aber durch die Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten, stark an. Aus diesem Grund wurde Walldorf Lokalkaplanei und später Pfarrkuratie. Erster selbständiger Seelsorger wurde Kaplan Benedikt Rodach, der im April 1945 aus dem KZ Dachau entlassen worden war, am 1.11.1945 trat er seine Stelle in Walldorf an und wohnte im Haus Am Wasserturm 2. Pfarrer Rodach fand ein reiches Betätigungsfeld vor.
Die Feier der Osternacht mit Erstkommunion löste in Walldorf eine vorher nie gekannte Begeisterung und Glaubensfreude aus. Besonders die Jugendarbeit blühte auf und führte in Selbsthilfe 1950 zum Bau eines Jugendheims hinter der Kirche. Vorher diente die leerstehende Kegelbahn der Gaststätte «Zur Sonne» in der Langstraße als Pfarrheim, wo die ersten Religionsstunden und Gruppenstunden gehalten wurden.
Viele Aufgaben im Büro und in der Seelsorge übernahm Martha Schreiber, die seit 1.10.1946 als Seelsorgshelferin (später Gemeindereferentin) und von 1977 bis 1980 als Katechetin in Walldorf tätig war. Theaterspiele, besonders an Weihnachten (im evangelischen Kindergarten), Tanzabende und Tombolas, ein kleiner Kirchenchor, die Pfarrbücherei und viele andere Aktivitäten führten und hielten die junge Pfarrgemeinde zusammen.
Dreißig Jahre lang gehörte Zeppelinheim als Filiale der Gemeinde Walldorf an. Pfarrer Rodach und Fräulein Schreiber hielten dort regelmäßig Religionsunterricht, und Pfarrer Schmitz fuhr Sonntag für Sonntag zur Meßfeier nach Zeppelinheim - bis zum Januar 1977, als Zeppelinheim nach Neu-Isenburg kam.
Da auch in Mörfelden die Zahl der Gemeindemitglieder wuchs - 1946 waren es 957 Katholiken gegenüber 267 im Jahr 1939 - , hielt Pfarrer Rodach ab Christi Himmelfahrt 1946 jeden Sonntag einen Gottesdienst im Saal des evangelischen Gemeindehauses, den die Mörfelder evangelische Gemeinde dankenswerterweise zur Verfügung stellte. Schon ab 1947 bemühte sich Pfarrer Rodach, leider vergeblich, bei der Gemeindeverwaltung in Mörfelden um die Bereitstellung eines Grundstücks für den Bau einer katholischen Kirche. Erst seinem Nachfolger, Pfarrer Wilhelm Kraus, gelang es über den Umweg von sieben Schenkungsverträgen, an ein Grundstück für den Kirchenbau heranzukommen.
Am 30.04.1953 verließ Benedikt Rodach Walldorf, um die Pfarrei Nieder-Mörlen zu übernehmen.

1953

Ab 1.05.1953 war Wilhelm Kraus Pfarrer in Walldorf mit dem Auftrag, in Mörfelden eine katholische Kirche zu bauen. Er übernahm am 26.11.1954 die Pfarrei St. Marien Mörfelden als erster Pfarrer mit etwa 1800 Seelen, zwei Tage später, am 28.11.1954 (1. Advent) wurde die Kirche durch den Mainzer Bischof Albert Stohr konsekriert.
 

Pfarrer Anton Schmitz in Walldorf

1954

In Walldorf übernahm am 26.11.1954 Pfarrer Anton Schmitz die Pfarrei mit etwa 2500 Gläubigen und betreute sie bis zu seinem Tod - fast 25 Jahre lang.
Frl. Maria Reucher führte ihm den Haushalt, zuerst Am Wasserturm 2, dann in der Gartenstraße 37; von 1.11.1970 bis 15.06.1996 war sie dann als Küsterin in der Christkönigs-Kirche tätig.
Das Hauptanliegen von Pfarrer Schmitz war von Anfang an die Erweiterung der Kirche. Dafür wurde schon unter Pfarrer Rodach und Pfarrer Kraus gesammelt, und unter Pfarrer Schmitz kam es zur Gründung des Kirchenbauvereins; federführend waren Karl Heinemann, Johann Kohm und Richard Stahl. Bei den Planungs- und Vorbereitungsarbeiten stellte sich heraus, daß die Bausubstanz der Kirche ungeeignet war für eine Erweiterung. Deshalb kam nur ein Neubau in Frage, den Architekt Josef Leibl aus Darmstadt plante und durchführte.

1960

Am 23.09.1960 begann der Abbruch der 1927 erbauten Kirche, und am 18.12.1960 (4. Advent) legte Dekan Freund (Astheim) den Grundstein für die neue Kirche. Während der Bauzeit durfte die Pfarrgemeinde ihre Sonntagsgottesdienste im evangelischen Gemeindezentrum in der Waldstraße/Ecke Flughafenstraße feiern, während die Werktagsgottesdienste, Taufen und Trauungen im Jugendheim stattfanden.
 

Neue Kirche für größere Gemeinde


1961

Bedingt durch den plötzlichen Tod des Bischofs Albert Stohr konnte die Konsekration der Kirche nicht zum geplanten Termin am 14.10.1961 erfolgen. Die erste heilige Messe in der neuen Kirche feierte Weihbischof Josef Maria Reuß am 11.11.1961 bei der Firmung von 127 Kindern. Domkapitular Fink benedizierte die Kirche am 11.04.1962. Weihbischof Josef Maria Reuß konsekrierte sie dann am 16.02.1964. Die Baukosten für Kirche und Pfarrhaus betrugen rund 500 000,- DM.
Die im Jahr 1963 von Wilhelm Müller, München, geschnitzte und zweifach versilberte Marienstatue auf dem Seitenaltar ist die Stiftung einer ortsansässigen Familie; die ebenfalls in der Kirche aufgestellte Pieta, ein Schnitzwerk aus der Zeit des Rokoko um 1780, wurde der Gemeinde kurz nach dem 2. Weltkrieg geschenkt. Die Errichtung und Weihe der 14 Kreuzwegstationen erfolgte am 22.03.1964. Im Juni 1964 bekam die Firma Pons, Walldorf, den Auftrag, Bänke, Sakristeischränke und Beichtstühle zu fertigen und einzubauen. Vier neue Bronzeglocken wurden in der Glockengießerei Schilling, Heidelberg, gegossen und am 9.02.1969 von Generalvikar Ludwig Haenlein in der Kirche geweiht.
Die Glocken haben folgende Namen und Inschriften:
 
  • Nr. 1 ChristusglockeChristus, König der Herrlichkeit, komm mit deinem Frieden (f' ; 1.16 m ; 1050 kg)
  • Nr. 2 MariaMutter des Herrn schütze Leib und Seele deiner Kinder (as'; 0,97 m ; 600 kg)
  • Nr. 3 Johannes der Täufer Bereitet den Weg des Herrn (b'; 0,86 m ; 400 kg)
  • Nr. 4 Petrus Canisius und GertrudHeilige Patrone lehrt uns Treue und Liebe zu Christus (des" ; 0,76 m ; 320 kg)

Die Firma Walcker, Ludwigsburg, baute im Frühjahr 1972 die elf Register umfassende Pfeifenorgel.
Anfang der 60er Jahre zogen viele Ausländer nach Walldorf, besonders Spanier und Italiener. Eigene Seelsorger aus ihren Heimatländern feierten für die spanischen Katholiken alle zwei Wochen und für die italienischen alle vier Wochen die heilige Messe in ihrer Muttersprache - ein Brauch, der sich bei den Spaniern noch bis auf den heutigen Tag gehalten hat.
Wichtige Ereignisse in der Zeit von Pfarrer Anton Schmitz waren die Primiz von Paul Holler am 6.03.1955, die Wiederbegründung des Kirchenchores unter der Leitung von Felix Jung (1. Probe am 14.01.1964) und die Feier des Silbernen Priesterjubiläums am 30.10.1963.
Im Jahre 1968 wurde eine Mädchen-Schola zusammengestellt und von Marion Nardelli geleitet, vorwiegend zur Gestaltung von Kindergottesdiensten; die Gruppe Glaeser begleitete seit 1973 mit ihren Instrumenten moderne Lieder im Gottesdienst.
 

Laien werden stärker einbezogen



Wie im ganzen Bistum Mainz gibt es auch in Walldorf seit 1968 einen Pfarrgemeinderat, dessen Vorsitz in erster Zeit öfter wechselte und dessen Debatten oft sehr heftige Formen annahmen.
In den Sonntagsgottesdiensten wirken seit 1968 Kommunionhelfer und Lektoren mit, und seit 1973 gibt es in unserer Gemeinde auch Mädchen als Meßdiener.
Durch die Initiative von Ursula Brehl wurden im April 1973 die Spielgruppe für Kinder ab drei Jahren und im Januar 1977 zusammen mit katholischen und evangelischen Frauen die Nachbarschaftshilfe gegründet.
Der im November 1973 zum Diakon geweihte Hermann Heinisch aus Mörfelden entlastete Pfarrer Schmitz, indem er für drei Jahre die Büro- und Seelsorgearbeit in Zeppelinheim übernahm; er erteilte Religionsunterricht, hielt Bürostunden und Taufen, Trauungen und Beerdigungen in der Filialgemeinde. Zur weiteren Unterstützung von Pfarrer Schmitz wurde der Gemeinde besonders für den Religionsunterricht, die Erwachsenen- und Jugendarbeit ein Pastoralreferent zugeteilt. Dies war ab 1.09.1977 Erich Müller, dann ab 16.08.1979 Alfred Schüler. Nach dessen Tod im August 1989 übernahm zunächst Thomas Braun diese Aufgabe.

Neue Pfarrer kommen

Im Alter von 65 Jahren verstarb Pfarrer Anton Schmitz am 4.02.1978 und wurde in seiner Heimatstadt Düsseldorf unter großer Anteilnahme der Pfarrei beigesetzt.

1978

Als Nachfolger kam am 16.03.1978 Pfarrer Karl Ballweg in die Gemeinde Walldorf. Nach der Pensionierung von Pfarrer Wilhelm Kraus (1.09.1978) betreute er auch die Pfarrei Mörfelden. Er ließ das Pfarrhaus in Walldorf umbauen. Büro- und Wohnbereich wurden getrennte, und für den Pastoralreferenten wurde ein Büroraum eingerichtet. Für Frau Schreiber kam am 16.08.1978 Frau Margret Lambert als Gemeindereferentin nach Walldorf und Mörfelden. Sie arbeitete hier fünf Jahre lang, davon zwei Jahre halbtags.

1980

Wegen der Krankheit von Pfarrer Ballweg war vom 23.06. bis 30.11.1980 Jan Mäurer Pfarrverwalter in Walldorf und Mörfelden. Mit Wirkung von 1.12.1980 wird Karl Ballweg zum Pfarrer von Mainz Laubenheim und Dieter Wessel zum Pfarrer von Walldorf und ständigen Pfarrverwalter von Mörfelden ernannt. Als Katechetin ist seit 1.08.1981 Frau Brigitte Worzischek in den beiden Gemeinden Mörfelden und Walldorf tätig. Pfarrsekretärin war vom 1.04.1981 bis 30.09.2001 Frau Barbara Dorndorf.
Die Jugendgruppen der Gemeinde schlossen sich 1981 der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) an.
1981 erfolgte eine notwendig gewordene Innen- und Außenrenovierung der Kirche mit Neugestaltung des Altarraums. Das Gemälde an der Altarrückwand zum Thema Christkönig wurde geschaffen von dem Mainzer Maler Alois Plum. 1982 mußte der Kirchturm saniert werden.
Am 30.04.1982 kaufte die Katholische Kirche Walldorf mit Genehmigung und Unterstützung der Diözese Mainz das unmittelbar an das Kirchengelände angrenzende Grundstück Waldenserstraße 3, um hier später ein Gemeindezentrum errichten zu können. Zu diesem Zweck gab es seit Dezember 1982 einen «Bauverein Pfarrzentrum Christkönig», der im Jahre 1987 75 Mitglieder umfaßte und Geld für ein neues Gemeindezentrum ansparte.
Dieser Bau konnte am 1. Mai 1991 eingeweiht werden.
Die Zahl der Katholiken in Walldorf betrug Ende 1986 4314, das waren etwa 29% der Einwohner.
Wie die Geschichte der noch jungen katholischen Gemeinde Walldorf zeigt, haben sich in Vergangenheit und Gegenwart viele Christen bemüht, ihren Glauben zu leben, Zeugnis zu geben und auch Opfer zu bringen. Zwei Kirchen wurden gebaut, 1927 und 1961, und mit Leben erfüllt.
Schäden an den Betonteilen des Turmes machten 2002 wiederum eine Turmsanierung erforderlich, bei welcher auch die Dacheindeckung erneuert wurde. Nach 20 Jahren hatte aber auch die Kirche wieder eine Überholung nötig. Daraus wurde ein Umbau:
  • Der Altar wurde von der Südseite an die Ostwand verlegt; die Bänke im Halbkreis darum.
  • Der frühere Altarraum wurde mit einer Glaswand als Werktagskirche abgetrennt.
  • Unter der Empore wurden die Beichtstühle entfernt. Es entstanden ein «Ort der Taufe» - eine Taufkapelle und ein «Ort der Vergebung» - ein kleiner Raum für Beichtgespräche.
Der Umbau begann am 16. November 2002 mit dem Ausräumen der Kirchenbänke.
Während der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass auch das Kirchendach neu eingedeckt werden musste.
Am 22. November 2003 weihte dann unser Bischof Karl Kardinal Lehmann die erneuerte Kirche.
 

Chronik der Walldorfer Pfarrer

ab 1912 Pfr. Philipp Hillenbrand, von Groß-Gerau aus
ab 1918 Pfr. Nikolaus Gröber, von Groß-Gerau aus
ab 1931 Pfr. Theodor Burkhard, von Groß-Gerau aus
ab 1936 Pfr. Josef Gerhards, von Groß-Gerau aus
ab 1939 Rektor Richard Fahney, von Braunshardt aus
ab 1945 Pfr. Benedikt Rodach
ab 1953 Pfr. Wilhelm Kraus
ab 1954 Pfr. Anton Schmitz
ab 1978 Pfr. Karl Ballweg
1980 Pfrv. Januarius Mäurer
ab 1980 Pfr. Dieter Wessel
ab 1993 Pfr. Paul Nieder
außerdem:
ab 1973 Diakon Herrmann Heinisch
ab 1978 Pfr. Wolfgang Fritz
ab 1980 Kpl. Bruno Knapp
ab 1982 Kpl. Francisco Cabral
1983 Pfr. Gunter Bee
ab 1983 Kpl. Norbert Kissel
ab 1985 Kpl. Heribert Kronenberger
ab 1985 Kpl. Albert Baecker
ab 1987 Kpl. Hubert Hilsbos
ab 1989 Kpl. Thomas Catta
ab 1992 Kpl. Wolfram Schmidt
ab 1994 Diakon Matthias Becker
ab 1995 Kpl. Stefan Schäfer
ab 1997 Kpl. Isaac Kochinamkary

Lebensdaten der Pfarrer der kath. Kirchengemeinde Christkönig, Mörfelden-Walldorf

 
Name des Pfarrers: Geb.-Datum: Geb.-Ort:
Sterbetag:
Sterbeort: Begräbnisort: Amtszeit in
Walldorf:
Hillenbrand, Philipp, Pfr. 20.02.1874 Bensheim 03.05.1944   Gernsheim 1905-1918
von Groß-Gerau aus
Gröber, Nikolaus, Pfr. 05.02.1883 Unter-
Abtsteinach
14.06.1931 Mainz Birkenau 1918-1931
von Groß-Gerau aus
Burkard, Theodor, Pfr. 13.02.1893 Mainz 08.12.1944 Vadstena/Schweden Vadstena/Schweden 1931 -1936
von Groß-Gerau aus
Gerhards, Josef, Pfr. 18.03.1901 Höhr/Koblenz 19.12.1970   Groß-Gerau 1936-1939
von Groß-Gerau aus
Fahney, Richard, Domkapitular,
Prälat
08.09.1909 Neckarsteinach 13.05.1994 Mainz Mainz, Domfriedhof 1939-1946
von Braunshardt aus
Rodach, Benedikt, Pfr. 02.05.1910 Mainz       1945-1953
Kraus, Wilhelm, Pfr. 12.08.1911 Falkenstein/Ts. 20.09.1988 Krumbach Krumbach 1953-1954
Schmitz, Anton, Wilhelm, Pfr. 27.01.1913 Düsseldorf 04.02.1978 Frankfurt am Main Düsseldorf 1954-1978
Ballweg, Karl, Pfr. 08.01.1947 Amorbach       1978-1980
Mäurer, Januarius 22.01.1945 Worms       1980-1980
Wessel, Dieter, Pfr. 04.11.1941 Heppenheim       1980-1993
Nieder, Paul, Pfr. 02.04.1944 Rodalben/Pfalz       seit 1993
 
 

 

 


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