Alles Abgesagt bis zum 19. April




 

Hier Auszüge der neuesten Anweisung des Bistums Mainz für alle Mitarbeiter-Innen

 
 
Die komplette Anweisung ist unter dem unten aufgeführten Link zu finden.

 
Regelungen nur für die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 entstandene Krise –
vorläufig gültig bis zum 19.04.2020 bzw. bis auf Widerruf

 
Regelungen zu den Bereichen Gottesdienste, Liturgie, Seelsorge
1. Die Feier von öffentlichen Gottesdiensten an allen Gottesdienstorten ist verboten. Sobald sich Änderungen ergeben, kommuniziere ich diese rechtzeitig.
2. Alle Priester des Bistums bitte ich, die Eucharistie alleine und stellvertretend für die Gemeinde zu feiern. Wo es angezeigt ist, können maximal ein oder zwei gleichbleibenden Personen unter Wahrung der Hygieneregeln mitfeiern. Diese Feiern sollen zu einer der vor Ort üblichen Gottesdienstzeiten abgehalten werden. Ich empfehle, die Gläubigen zum persönlichen Beten während dieser Zeit durch ein entsprechendes Glockengeläut einzuladen. Es ist nicht erlaubt zu ermöglichen, dass sich während der Feier dieses Gottesdienstes in Einzelzelebration Gemeindemitglieder in der Kirche versammeln. Wo dies nicht sicher zu stellen ist, muss die Kirche während dieses Gottesdienstes geschlossen werden.
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4. Die Kirchen sollen nach Möglichkeit geöffnet bleiben, allerdings ausschließlich für das persönliche Gebet. Anregungen hierzu finden Sie auf der Homepage unter www.bistum-mainz.de/liturgie. Ich empfehle, diese Hinweise in kleiner Zahl auch auszudrucken und am Schriftenstand den Gläubigen zugänglich zu machen. Ich bitte Sie dringend, darauf zu achten und dafür zu sorgen, dass sich bei Öffnung der Kirchen keine Menschen versammeln, bzw. sich nicht mehr als maximal zwei Personen darin aufhalten. Beachten Sie, geöffnete Kirchen gelten als öffentlicher Raum und unter-liegen daher den neuen Auflagen der Landesregierungen. Dennoch sollen die Kirchen geöffnet bleiben. Wenn Sie von den Ordnungsämtern oder Krisenstäben der Kommunen die Maßgabe oder sogar Anweisung erhalten, die Kirche zu schließen, müssen sie diesen Folge leisten!
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14. Erstkommunion Erstkommuniongottesdienste und –feiern sind abzusagen. Die Pfarrer bzw. Verantwortlichen sind aufgefordert, gemeinsam mit den Eltern einen Termin nach den Sommerferien zu bestimmen.
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20. Auch die Kar- und Ostertage unterliegen dem grundsätzlichen Verbot, öffentliche Gottesdienste zu feiern. Derzeit überprüfen die Katholischen Büros im Kontakt mit den Landesregierungen die Möglichkeiten von Alternativen. Sobald es dazu eine Entscheidung gibt, informiere ich Sie. Ein besonderer Hinweis: Sie erhalten in den nächsten Tagen eine ausführliche E-Mail mit einem Wort des Bischofs an alle Gläubigen, das den Gemeindemitgliedern zugänglich gemacht werden soll. Falls Sie Ihre Osterpfarrbriefe noch nicht verteilt haben, halten Sie diese doch solange zurück, sodass Sie das Wort des Bischofs als Ausdruck dazu legen können. Weiterhin erhalten Sie Materialien für die Gestaltung der Feier der Kar- und Ostertage, z.B. Anregungen für Hausgottesdienste mit Kindern.

Regelungen für die Kirchengemeinden
1. Die Pfarrbüros bleiben gerade jetzt weiterhin besetzt und sind telefonisch und per E-Mail zu den üblichen Zeiten erreichbar. Für die Mitarbeitenden gelten dieselben Regelungen wie für die Mitarbeitenden des Bischöflichen Ordinariates. Auf Öffnungszeiten für Publikumsverkehr ist zu verzichten. Wenn im Einzelfall nach telefonischer Anmeldung ein Kontakt erforderlich ist (z.B. Trauergespräch), ist dieser unter Beachtung der Hygieneregeln zu ermöglichen.
 
 
Hinweis:
Informationen unter anderem zu Beerdigungen, Krankensalbung und -kommunion
auf den entsprechenden Internetseiten unter www.bistummainz.de/corona sowie unter auf www.bistummainz.de.
 

Brief des Bischofs:

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Mainz!

heute haben Sie die Mitteilung erhalten, dass alle Gottesdienste und Veranstaltungen des Gemeindelebens in unserem Bistum abgesagt werden müssen. Ich will mich dazu mit einigen persönlichen Worten an Sie wenden:

Diese Entscheidung ist mir und allen Verantwortlichen nicht leichtgefallen. Wir haben sie nach gründlicher Überlegung und Abwägung und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden getroffen.

Als Christinnen und Christen haben wir Verantwortung für unsere Mitmenschen und für unsere Gesellschaft. Wir müssen alles tun, um eine weitere und schnelle Verbreitung des Coronavirsus SARSCoV-2 zu verhindern. Der Verzicht auf Gottesdienste und Veranstaltungen des gemeindlichen Lebens ist damit auch ein Dienst, den wir insbesondere denen erwiesen, die durch eine Infektion besonders gefährdet wären.

Ausdrücklich will ich Sie ermutigen, jetzt andere Formen des Gebets und des Gottesdienstes zu pflegen: Regelmäßig werden Gottesdienste im Fernsehen oder Internet übertragen, die Sie von zu Hause aus mitfeiern können. Auch lade ich Sie ein, sich Zeit zu nehmen für das persönliche Gebet und das Lesen der Heiligen Schrift, für das gemeinsame Beten und Singen in der Familie mit Ihren Kindern, vielleicht auch für das Feiern eines Hausgottesdienstes.

Die Tradition kennt das eucharistische Fasten: ein bewusstes Sich-Enthalten der Gemeinschaft mit Christus in der Eucharistie, um das Sakrament dann mit umso größerer Freude zu empfangen. Vielleicht kann dies eine Haltung sein, um der vor uns liegenden Zeit einen geistlichen Sinn zu geben.
 
Für alle Kranken und Gefährdeten erbitte ich den Segen Gottes, um eine baldige Genesung und gute Menschen, die helfen. Meine Gedanken sind bei denen, die im medizinischen Bereich tätig sind. Alle Menschen, die in diesen Tagen große Verantwortung tragen für das Wohlergehen von uns allen, schließe ich in meine Gebete ein.

Im Gebet verbunden bin ich
Ihr
Peter Kohlgraf
Bischof von Mainz
 


 


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