Zum Pastorale Weg im Bistum Mainz - Pfarreizuschnitt




Der Pastorale Weg ist ein Weg der Entwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz, zu dem uns unser Bischof einlädt und auffordert. Er steht unter dem Leitwort „Eine Kirche, die teilt". Gemeinsam bewegt uns die grundlegende Frage: „Wie wollen und können wir heute und 2030 unser Christsein leben?" 
 
Nach der inhaltlichen Orientierung müssen auch die Strukturen angepasst werden: Mehrere bisher bestehende Pfarreien werden zu einer neuen, größeren Pfarrei fusionieren. Als Gemeinden werden die bisherigen Pfarreien aber innerhalb der neuen Pfarrei weiter bestehen: „Die lokalen Gemeinden sollen Orte des christlichen Lebens im Bistum Mainz bleiben", so Kohlgraf. Auf der anderen Seite soll die Vielfalt und Breite des kirchlichen Lebens besser wahrgenommen werden. Daher sollen alle „Kirchorte" – „Orte", an dem sich kirchliches Leben durch die Praxis engagierter Christen entfaltet (Gemeinden, katholische Schulen und KiTa´s, Einrichtungen der Caritas, Verbände, geistliche Gemeinschaften...) – einbezogen werden.
 
In den Dekanaten des Bistums Mainz werden bis 2021 "pastorale Konzepte” erarbeitet, in denen pastorale Schwerpunkte, Gebiete für neue pastorale Räume und Formen der Zusammenarbeit beschrieben werden. Bis spätestens 2030 ist vorgesehen die neuen Pfarreien zu bilden. In der Zeit danach gilt es, in sogenannten „Pfarreientwicklungsprozessen" die Ideen und Vorschläge konkret umzusetzen. 
 
Im Dekanat Rüsselsheim hat sich ein Projektteam gebildet, das die Umsetzung des Pastoralen Wegs im Dekanat koordiniert. Das Projektteam möchte möglichst viele Menschen am Pastoralen Weg beteiligen und lädt deshalb zu „Ratschlägen" ein, die zu jedem Themenblock stattfinden sollen: Jeweils an einem Samstag sind alle Interessierten des Dekanats eingeladen, über die anstehenden Fragen zu „beratschlagen", denn jede und jeder ist Expert*in, soll seine Meinung einbringen und gehört werden. Aus dem „Ratschlag" heraus werden dann die wichtigsten Ergebnisse schriftlich formuliert, sodass der Dekanatsrat in seiner Sitzung einige Wochen später diese Ergebnisse verabschieden kann.
 
Nachdem die Schritte der Wahrnehmung sowie der Schwerpunktsetzung abgeschlossen sind, steht die Frage nach den künftigen Strukturen im Raum. Dabei musste die Frage geklärt werden, welche Gemeinden künftig gemeinsam eine Pfarrei bilden werden. Die Bistumsleitung hat dem Dekanat Rüsselsheim den Auftrag gegeben, einen Vorschlag für die Bildung von maximal drei Pfarreien zu unterbreiten. Dies ist in einer zweistufigen Vorgehensweises umgesetzt worden:
 
1. Schritt:
Bis Januar 2021 wurden alle Gemeinden des Dekanats Rüsselsheim gebeten, der AG Pfarreizuschnitt diejenigen Gemeinden zu nennen, die aus ihrer Sicht für eine Zusammenlegung am geeignetsten sind. In unserer Pfarrei wurde diese Aufgabe von dem Arbeitskreis „Pastoraler Weg" (AK) mit den Mitgliedern Isabell Bienias, Andreas Gebert, Urban Jänicke, Christoph Jungheim, Kiyoshi Makabe, Doris Stosberg, Jacqueline Stosberg und Patrick Theobald wahrgenommen.
 
Der AK hat als ersten Vorschlag einen Zusammenschluss der Gemeinden aus Walldorf, Mörfelden, Nauheim, Groß-Gerau und Büttelborn vorgeschlagen. Als weiteren Vorschlag hat unser AK einen Zusammenschluss der Gemeinden Walldorf, Mörfelden, sowie der Gemeinden östlich der B44 vorgeschlagen: Zeppelinheim, Neu-Isenburg, Langen und Buchschlag. Bei den Gesprächen mit Gemeindemitgliedern zeigte sich jedoch geringe Aussicht auf Erfolg.
 
Die Rückmeldungen aller Gemeinden sind von der AG Pfarreizuschnitt des Dekanats in einer Matrix zusammengefasst worden. Aus dieser Matrix wurden fünf Varianten erarbeitet, die die größten Gemeinsamkeiten bildeten.
 
2. Schritt:
Diese fünf Varianten wurden den Gemeinden vorgelegt mit der Bitte, sie zu bewerten. Hierbei sollen diejenigen Varianten herausgefunden werden, die die größten Widerstände auslösen und damit ausscheiden. Die Gemeinden sollten jedem Vorschlag eine Zahl zwischen 0 und 10 Widerstandspunkten geben. 0 = „Keine Einwände". 10 = „Geht gar nicht" 
 
Im „Ratschlag" am 6.3.2021 wurden die Rückmeldungen der einzelnen Gemeinden zusammengestellt und diskutiert. Am 23.03.2021 hat der Dekanatsrat das Dekanats-Votum zur Zusammensetzung der künftigen Einheiten verabschiedet.
 
Die tatsächliche Bildung der neuen Pfarreien soll sich nun nach und nach bis zum Jahr 2030 vollziehen. 
 
Wir sind eingeladen, als Gemeinde und Kirchort den Pastoralen Weg mit zu gestalten. Wir, die Mitglieder des Pfarrgemeinderates, werden Sie hier und im Gottesdienst immer wieder über die aktuelle Situation informieren! Sprechen Sie uns an. Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen können wir dann in den „Ratschlägen" in den gemeinsamen Prozess auf Dekanatsebene einspeisen. Nur so kann dann im Dekanatsrat, der letztlich die Entscheidungen trifft, unsere Sicht der Dinge mitberücksichtigt werden. Im Dekanatsrat ist aus jeder Pfarrei/Pfarrgruppe der Leiter sowie ein*e Delegierte*r des Pfarrgemeinderats vertreten. 
 
Sie alle können sich jederzeit über die Entwicklungen und den Prozess informieren. Schauen Sie dazu auf unsere Homepage, auf die Homepage des Dekanats (bistummainz.de/dekanat/ruesselsheim) und des Bistums (www.pastoraler-weg.de) oder abonnieren Sie den Dekanats-Newsletter (über den gleichen Link)! Auch das Dekanats-Projektteam freut sich jederzeit über Fragen und Anregungen. Rückmeldungen sind möglich über ein entsprechendes Feld auf der Dekanats-Homepage oder über den Dekanatsreferenten David Hüser (david.hueser@bistum-mainz.de, 0176/12539067). 


 


Zurück Seitenanfang