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Was man im WWW über katholische Bischöfe und ihre Bistümer erfahren kann
Auf den Web-Seiten des Vatikans ist vieles zu finden – aber keine Übersicht der gegenwärtigen Bischöfe und ihrer Vorgänger.
Hier ist der US-Amerikaner David M. Cheney eingesprungen (This
web site is not officially sanctioned or approved by any Catholic Church authority). Herausgekommen ist seine eindrucksvolle Datenbank
Catholic-Hierarchy - wie kann er das nur schaffen?
Dort findet man Daten über Bischöfe und Diözesen der Katholischen Kirche in Gegenwart und Vergangenheit.
In Cheneys Quellenverzeichnis trifft man auf das ähnliche deutsche Angebot
Die Apostolische Nachfolge, das ebenfalls als das Unternehmen
eines Hobbyforschers auftritt. Es wird betrieben von dem Stadtamtsrat
Martin Wolters, wohnhaft im Kreis Wesel.
Bei Cheney kann man bis 1592 zurückverfolgen, von welchem Nuntius
sich der Heilige Stuhl in Germany vertreten ließ.
So findet man auch, wann Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli diesen Dienst tat.
Die Botschafter beim Heiligen Stuhl - die ja keine Bischöfe sind - entgehen Cheneys Aufmerksamkeit. Wer wissen will, wer von
1943-1945 da deutscher Botschafter war, muß sich an Wolters wenden.
Auf dessen Seite Dipl. Corps findet sich 'Botschafter Freiherr Ernst von Weizsäcker' ,
der Vater des späteren Bundespräsidenten.
Sehen wir, was man bei Catholic-Hierarchy über das
Bistum Mainz erfahren kann.
„Erhöht“ (so kann man elevated übersetzen) wurde es am 29 November 1801 nicht gerade,
da verlor es nämlich den Status eines Erzbistums - den es seit dem Jahre 747 inne hatte. Später wurde es Teil der Kirchenprovinz des 1821 errichteten Erzbistums Freiburg.
(Das Erzbistum Trier wurde am gleichen Tage heruntergestuft.)
Unter der Überschrift 'Past and Present Ordinaries' sind darunter die Bischöfe von Mainz seit dem Jahre 1434 aufgelistet.
Klickt man auf den Namen unseres Bischofs Karl Lehmann,
so erscheinen dessen Lebensdaten - der Hochschullehrer kommt da freilich so wenig vor, wie der Vorsitzende der Bischofskonferenz.
Man muß auf Wolters zurückgreifen, wenn man sich
für die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen in den letzten Jahrzehnten interessiert.
Offensichtlich, dass diese Seite auf Basis der Daten in einer Datenbank erstellt wird. Die Fristen seit der Priester- und der
Bischofsweihe … sind jeweils tagesaktuell berechnet.
Seltsam wirkt, dass als Alter am Tag der Geburt das aktuelle Lebensalter angegeben ist.
Auch wenn in dem Kasten `Bishops` Listen nach Name, nach Alter, nach Dienstalter als Bischof oder Priester
und eine Liste der aktiven Bischöfe nahe der Altersgrenze angeboten werden, so ist klar, dass hier bei jeder Abfrage auf die Datenbank zurückgegriffen werden muß.
Was dagegen in der Zeile 'Päpste' angeboten wird, ist statische Information, die sich gewiss über Jahre nicht verändert.
Spätestens die Aktualität der Seite
Recent Bishop Events - Germany lässt daran zweifeln, dass die Datenbank, aus welcher dies kommt,
von einem Hobbyforscher fernab von Rom aus allgemein zugänglichen Quellen gespeist wird.
Auf die Internet-Aktivität mag gleichwohl zutreffen: “… this is just a hobby done in my spare time”.
Man kann sich eine solche Seite auch für andere Staaten ausgeben lassen: Ausgehend von der Leitseite
Catholic-Hierarchy - und weiter über
- Countries ⇒ gewünschter Staat
- in der mittleren Spalte Bishops - ganz unten ⇒ Recent Events
Inzwischen bietet Cheney auch den Blog
Catholic-Hierarchy News an,
wo man sich in einer vertikalen Navigationsleiste mit der Überschrift Labels den interessierenden Staat heraussuchen kann.
Sucht man Marcel-François Lefebvre auf, so
kann man sehen, dass er an 5 Bischofsweihen mitwirkte - bis zum 19. März 1968 - also mit Zustimmung der Bischofskongregation!
Die Priesterbruderschaft Sankt Petrus - welche auf dem Boden der Beschlüsse des II. Vatikanums steht - ist nach
ihrer Selbstdarstellung und anderen Quellen eine vom Vatikan approbierte
Gesellschaft apostolischen Lebens (wie die Oratorianer).
In der Ordensliste bei Catholic-Hierarchy
ist sie aber nicht zu finden - ihr gehörte nie ein Bischof an!
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